Neuheiten, Nachhaltigkeit und Normen

Betontag 2026 in Wildegg

Ein kompakter Überblick zu aktuellen Entwicklungen steht am diesjährigen Betontag im Zentrum, darunter die Erfahrungen mit klinkerreduzierten Zementen. Zum Programm gehören Fachbeiträge und Einblicke anhand von Beispielen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Interessierte können sich jetzt für den Anlass vom 10. Februar 2026 anmelden.

Lösungen und Chancen rund um den vielseitigen Baustoff stehen am Betontag im Zentrum.

Praxisnah, informativ und innovativ: So präsentiert sich das Angebot des zur Tradition gewordenen Betontags. Das diesjährige Treffen findet am Dienstag, 10. Februar 2026, bei der TFB AG in Wildegg im Kanton Aargau statt. Unter anderem gehört der Verband BETONSUISSE zu den Veranstaltern.

Das Programm richtet sich an Unternehmer aus dem Bausektor, Hersteller von Betonprodukten, Planer, Ingenieure und Bauherren. Das Ziel besteht darin, diesen Fachleuten gangbare Wege zu einer noch nachhaltigeren Baukultur aufzuzeigen, kombiniert mit den neusten Erkenntnissen und Vorgaben.

Fokus auf Klinkerreduktion

Der thematische Schwerpunkt des Betontags 2026 umfasst einen Einblick in die Erfahrungen mit klinkerreduzierten Zementen – in Bezug auf deren Eigenschaften, Beständigkeit, Nachbehandlung und Weiterverarbeitung in der Betonvorproduktion. Weitere Inputs umfassen die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, die Auswirkungen neuer Bindemittel, Fortschritte im Carbon-Capturing, der Einsatz von Recyclingmaterialien sowie die Bedeutung des neuen SIA-Merkblatts 2064. Auch die Entwicklungen zum Carbon Prestressed Concrete, kurz CPC, und den damit verbundenen Chancen für nachhaltiges Bauen werden aufgezeigt.

Präsentationen von aussergewöhnlichen Lösungen wie der prämierten Erweiterung der Kantonsschule Limmattal oder Windkraftfundamenten im alpinen Raum runden die Veranstaltung ab.

Die Anmeldung und weitere Angaben zum Betontag 2026 sind hier zu finden.
Zum Programm geht es hier.

70. Durchführung

BetonTage in Deutschland

In Ulm finden im März 2026 die 70. BetonTage / Concrete Solutions statt. Dies ist der europaweit grösste Fachkongress der Betonbranche – auch die Vorfertigung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet «Märkte für Menschen».

Ein Event mit langer Tradition: An den BetonTagen treffen sich Jahrzehnten die Experten aus der Betonbranche, auch aus dem Bereich der Vorfertigung.

Das aktuelle Motto der BetonTage, «Märkte für Menschen», geht auf die gesellschaftliche Verantwortung des Betonsektors ein. Die Zielgruppe des Anlasses, der vom 10. bis zum 12. März 2026 im Congress Centrum in Ulm in Deutschland stattfindet, sind Fachkräfte aus ganz Europa, welche sich informieren und vernetzen möchten. Es werden Veranstaltungen auf Deutsch und Englisch angeboten, punktuell mit Simultanübersetzung.

Im Vordergrund aller Aktivitäten steht der praktische Nutzen für die Teilnehmenden – dies, um mit zukunftsfähigen, bezahlbaren und zuverlässigen Lösungen rund um Betonbauteile den Markt zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die sich in den Bereichen Planung, Bau, Nutzung, Umnutzung und Abriss engagieren.

Beispiel Belgien mit Schwerpunkt Vorfertigung

Zu den BetonTagen gehört traditionsgemäss ein Gastland, dieses Jahr ist es Belgien. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie sich belgische Unternehmen dem Bauen und Gestalten mit Betonbauteilen widmen. Hierzu finden Präsentationen und eine Podiumsdiskussion statt, bei denen die Vorfertigung eine entscheidende Rolle innehat. Das Programm umfasst vier spezifische Vorträge. Sie nehmen Bezug auf den Belgischen Fertigteilmarkt, auf technische Lösungen und das Bauwesen, das Belgien in Zukunft anstrebt.

Digital Hub fördert die Kommunikation

Auch der weitere Verlauf der insgesamt drei Veranstaltungstage ist von Referaten geprägt, unter anderem zum Thema «Konstruktiver Fertigteilbau». Ebenso gehören Branchentreffen und Workshops sowie die Verleihung des Innovationspreises der Zulieferindustrie Betonbauteile 2026 dazu. Ergänzt wird der Kongress durch eine Ausstellung der Zuliefer-, Maschinen- und Softwareindustrie.

Einem erweiterten Publikum widmet sich erstmals der Digital Hub, eine neue Weiterbildungsplattform für digitale Kommunikation in der Bau- und Betonindustrie. Er richtet sich an jene Gäste, welche den Austausch in der Baubranche neu denken und mitgestalten wollen.

Das gesamte Programm der BetonTage 2026 ist hier ersichtlich.
Tickets für die BetonTage 2026 gibt es hier.
Zur Website der BetonTage 2026 geht es hier.

Trends und Technologien

Swissbau 2026: Fokus Beton

Die Messe Swissbau vermittelt im Januar 2026 einen aktuellen Einblick in den Bau- und Immobiliensektor. Nationale und internationale Unternehmen sowie Experten präsentieren ihre Innovationen, Trends und Lösungen. Auch der Baustoff Beton sowie die Betonvorfertigung werden im Zentrum stehen.

Die Kreislaufwirtschaft – auch in Bezug auf den Baustoff Beton und die Vorfertigung – ist ein Schwerpunktthema der Swissbau 2026.

Was früher als Abbruch galt, ist heute eine wertvolle Ressource: Aus alten Bauteilen entsteht Neues – im Sinne einer nachhaltigen, rohstoffschonenden Bauweise. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Betonproduktion, aus der Vorfabrikation und von Zementunternehmen zeigen demnächst an der Swissbau, wie sie die hohe Rückführungsquote weiter steigern und die Kreisläufe konsequent schliessen – ohne Qualitätsverlust und ohne Abstriche bei Leistung und Gestaltung. Die Messe in Basel dauert vom Dienstag, 20. Januar, bis zum Freitag, 23. Januar 2026 und richtet sich an Fachpersonen, Planende, Ausführende sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien. Sie können sich auf dem Gelände an Ausstellungsständen informieren und an Inputs beteiligen. Zudem werden zahlreiche Referate angeboten.

Vier Auftritte für die Betonbranche

Mehrere Unternehmen aus dem Beton- und Vorfertigungssektor sind in den Hallen vertreten. Zudem ist der Fachverband BETONSUISSE an insgesamt vier Panel-Diskussionen im Rahmen der Messe präsent. Diese können vor Ort besucht oder per Livestream online mitverfolgt werden.

Beton, kommt er aus der Mode oder ist er die Zukunft?
Hier sprechen Fachleute anhand konkreter Projekte darüber, wie der Baustoff heute kreislauffähig, CO₂-reduziert und ressourcenschonend verwendet werden kann – und welche Rolle er für die Versorgungssicherheit und Verdichtung unserer Lebensräume spielt.
Dienstag, 20. Januar 2026, 17 bis 18 Uhr, Raum 2 / Swissbau Focus / Halle 1.0 Süd

Im Anschluss lädt BETONSUISSE ab 18 Uhr zum Feierabendbier in der Lounge am Stand F20 im Bereich Swissbau Focus ein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung wird vorausgesetzt. Interessierte können sich hier einschreiben.

Hybridbauten – Materialien im Zusammenspiel
An dieser Veranstaltung geht es darum, wie nachhaltige Gebäude entstehen, die Funktion, Effizienz und Gestaltung mit Beton und Holz verbinden. Im Fokus stehen zwei aktuelle Projekte, die zeigen, wie sich die beiden Materialien optimal ergänzen.
Mittwoch, 21. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr, Raum 2 / Swissbau Focus / Halle 1.0 Süd

Kann Beton der Gamechanger der Bauwende werden?
Dieser Input zeigt auf, inwiefern sich der Bausektor in einer Transformationsphase befindet. Auf dem Weg zu Netto-Null braucht es Akteure, die Verantwortung übernehmen. Und Materialien, die neue Perspektiven eröffnen. Es wird präsentiert, wie mit Vorfabrikation, Kreislaufdenken sowie präziser Planung viel bewirkt werden kann. Dabei wird nicht nur die Reduktion von CO₂ angestrebt, sondern auch die Speicherung und Wiederverwendung.
Donnerstag, 22. Januar 2026, 15.30 bis 16.30 Uhr, Arena / Swissbau Focus / Halle 1.0 Süd

Beton zu 85 Prozent kreislauffähig – und trotzdem nicht genug!
Im der letzten von SWISSBETON unterstützen Präsentation wird thematisiert, wie Beton die Vergangenheit und die Zukunft verbindet. Vertreterinnen und Vertreter aus der Vorproduktion, der Betonproduktion und von Zementunternehmen zeigen, wie sie die hohe Rückführungsquote weiter steigern und ihre Baustoffkreisläufe konsequent schliessen.

Freitag, 23. Januar, 12.30 bis 13.30 Uhr, Arena / Swissbau Focus / Halle 1.0 Süd

BETONSUISSE an der Swissbau 2026


20. bis 23. Januar 2026, Messe Basel

Arena / Swissbau Focus / Halle 1.0 Süd

Weitere Angaben zur Swissbau 2026.

Mit dem Promocode sb26-betonsuisse können sich Interessierte im Ticketshop ihre Freikarte sichern.

Tobag Baustein & Element AG

60 Jahre Leidenschaft

Von Pflastersteinen in Saland zur modernen Elementproduktion in Pfungen: Die Tobag Baustein & Element AG feierte ihr 60-jähriges Bestehen im Herbst 2025 mit einem grossen Fest und dankte Kunden, Mitarbeitenden und Partnern.

Tobag-Geschäftsführer Marco L. Giavazzi (rechts) führte mit Moderator Peter Wick durch die feierliche Veranstaltung.

Ein rauschendes Fest inmitten der Produktionshalle: Mit einem stimmungsvollen Apéro, einer langen Tavolata voller Pasta, Pizza und Grilladen sowie Tanz bis tief in die Nacht feierte die Tobag Baustein & Element AG an ihrem 60-Jahre-Jubiläum nicht nur ein erfolgreiches Stück Firmengeschichte, sondern auch die Menschen, die diesen Weg geprägt haben. Die Tobag Baustein & Element AG wurde in den 1960er-Jahren gegründet und produzierte anfänglich vor allem Pflastersteine. Mit dem Aufkommen neuer Bautechnologien verlagerte sich der Schwerpunkt jedoch bald auf den Elementbau. Es entstanden vorgefertigte Treppen, Balkone, Fassadenelemente und vieles mehr. 2023 folgte der grosse Umzug von Saland nach Pfungen, wo die Belegschaft heute doppelt so gross ist wie früher und mit modernster Infrastruktur die gestiegenen Kundenwünsche erfüllt.

Von Besonderem begeistert

Im Gespräch mit TV-Moderator Peter Wick betonte Geschäftsführer Marco L. Giavazzi am Jubiläumsanlass die Werte, welche die Tobag Baustein & Element AG seit 60 Jahren auszeichnen: Verlässlichkeit, Handschlags-Mentalität und die Freude an Herausforderungen. «Wir wollen nicht einfach für Kunden arbeiten, sondern für Freunde – und für Freunde tut man bekanntlich alles», erklärte Marco L. Giavazzi. So entstehen immer wieder aussergewöhnliche Projekte, etwa eine Betonelement-Lounge aus einem Stück, die mit 12,5 Tonnen gerade noch per Kran bewegt werden konnte. «Wenn der Betriebsleiter die Stirn runzelt, lacht mein Herz – dann weiss ich, dass wir wieder etwas Aussergewöhnliches realisieren dürfen», sagt Marco L. Giavazzi schmunzelnd.

Team und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Ein besonderer Dank galt den Mitarbeitenden: «Ihr seid das Herz der Tobag», betonte Marco L. Giavazzi in seiner Ansprache. Mit grosser Kollegialität, Freiheiten und Verantwortung schaffe man ein Umfeld, in dem Selbstständigkeit und Motivation wachsen. «So eine gute Truppe wie heute hatte ich in all den Jahren nicht.»

Auch die Nachhaltigkeit ist bei der Tobag fest in der Unternehmenskultur verankert. Die eigene Mischanlage, der sparsame Einsatz von Schalungsmaterialien und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sind zentrale Bausteine. Gleichzeitig investiert die Tobag in die Zukunft: Erstmals wird ein Betonwerker EFZ-Lehrling ausgebildet – eine Rarität in der Deutschschweiz. Zudem schreitet die Digitalisierung weiter voran, von der Offerte bis zur 3D-Planung und Abrechnung.

Dank an Kunden, Partner und Familien

In bewegenden Schlussrede dankte Marco L. Giavazzi den Kunden und Lieferanten, die für Tobag längst mehr als Geschäftspartner seien: «Viele von euch sind zu Freunden geworden.» Ebenso würdigte er die Familien der Mitarbeitenden, die im Hintergrund den notwendigen Rückhalt geben – und ganz persönlich seine Frau Christine. Mit Blick nach vorn kündigte Marco L. Giavazzi zudem an, das Portfolio insbesondere im Fassadenbau und bei geschliffenen Stufen zu erweitern. «Uns wird es in Zukunft sicher nicht langweilig werden», schloss er mit einem Lächeln.

Vorschau

Weiterbildungstag Beton

Wie gelingt es, Bauwerke so zu planen, zu bauen und zu betreiben, dass sie über Generationen bestehen? Der Weiterbildungstag Beton vom 10. November 2025 bringt Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure, Bauherrschaften, Behörden und Studierende in Urdorf zusammen, um diese und andere fachspezifische Fragen zu diskutieren.

Mit dem BETONPREIS'25 ausgezeichnet und auch Teil des Weiterbildungstags: Erweiterungsbau der Kantonsschule Limmattal in Urdorf.

Am Montag, 10. November 2025, findet der nächste Weiterbildungstag Beton statt. Dieser zeigt, wie sich Bauwerke zukunftsfähig planen, realisieren und erhalten lassen. Die diesjährige Veranstaltung findet in Urdorf statt, wo eines der vor Kurzem mit dem BETONPREIS ausgezeichneten Bauwerke steht: der Erweiterungsbau der Kantonsschule Limmattal.

Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Bauherrschaften, Behörden sowie Studierende kommen an dieser Veranstaltung an einen Tisch. Im Mittelpunkt stehen zukunftsfähige Tragsstrukturen, der Umgang mit bestehender Bausubstanz sowie Produktinnovationen und Regelwerke. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Impulse, um Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag zu verankern, Potenziale im Bestand zu erkennen und sich im wachsenden Angebot an Materialien und Normen sicher zu bewegen.

Zum Abschluss lädt ein gemeinsamer Besuch des BETONPREIS-25-Siegerprojekts zum interdisziplinären Austausch ein – ein lebendiges Beispiel dafür, wie nachhaltige Architektur Gestalt annimmt.

Das Detailprogramm umfasst zahlreiche Referate von Expertinnen und Experten aus der Branche.

Angeboten wird der Event von BETONSUISSE in Zusammenarbeit mit der SIA inForm. Eine vorgängige Anmeldung via SIA-Website wird vorausgesetzt.

Beruf Betonwerker/in

SwissSkills 2025

Zu den Berufsmeisterschaften SwissSkills gehören nicht nur die Wettkämpfe in verschiedenen Sparten, in denen die grössten Talente erkoren werden. Die Messe dient auch dazu, verschiedene Berufe zu demonstrieren und bekannter zu machen. Auch SwissBeton nutzte die Gelegenheit und zeigte in der Bauberufe-Arena das Können von Betonwerkenden auf.

In der Bauberufe-Arena stellten Lernende Betonwerker aus verschiedenen Betrieben Werkstücke her und zeigten so dem Publikum, wie vorfabrizierte Betonelemente entstehen.

Für den Verband SwissBeton waren die SwissSkills ein Erfolg. Pro Tag waren insgesamt vier bis sieben lernende Betonwerker aus den Mitgliederbetrieben in den Hallen auf dem Bernexpo-Areal im Einsatz. In der Bauberufe-Arena, die SwissBeton gemeinsam mit anderen Vertretern aus der Baubranche betrieb, zeigten sie ihr Können und vermittelten viel Wissenswertes rund um die Betonvorfertigung.

Ausprobieren und entdecken

Auch Ausprobieren war erlaubt, ja sogar erwünscht: Zahlreiche Schüler und Schülerinnen, welche die Ausstellung besuchten, konnten in der Bauberufe-Arena unter fachkundiger Anleitung ihre eigene Handyhalterung aus Beton herstellen. Rund 150 dieser Objekte entstanden pro Tag – für die Jugendlichen eine ideale Gelegenheit, um dieses Handwerk zu entdecken und ihren Horizont für die Berufszahl zu erweitern.

Zur Veranschaulichung hat einer der Lernenden vor Ort ein Werkstück erstellt – einen Brunnen für seinen Garten. Ein weiteres Projekt von Lernenden Betonwerkern aus verschiedenen Lehrbetrieben war ein Lkw, den sie als Gruppenarbeit umsetzten. Und die Ergebnisse ihres Schaffens konnten sich mehr als sehen lassen.

Inspiration für alle Altersstufen

Das Publikum an den SwissSkills 2025 war bunt durchmischt, denn neben Schülerinnen und Schülern besuchten auch viele Lehrpersonen und Eltern die Berufsmesse. Für die Besuchenden war es spannend, den Betonwerkenden bei der Arbeit zuzusehen. Zusätzlich konnten sie auf einem Monitor kurze, von den Lernenden produzierte Videos anschauen, die Berufsalltag in einem Werk zeigten.

Wer mehr über die Ausbildung und den Alltag der Betonwerkenden wissen wollte, konnte diese Fragen an unserem Stand beantworten lassen – ein Angebot, das rege genutzt wurde. Dabei stellte sich heraus: Den meisten Besuchenden war der Beruf Betonwerker:in bis dahin kein Begriff. So kam es, dass viele Gäste über die Vielseitigkeit des Berufs staunten.

Mehr zum Lehrberuf Betonwerker/in

 

SwissSkills 2025


Die Ranglisten der Berufswettkämpfe 2025

Die nächsten SwissSkills finden voraussichtlich
im Herbst 2027 statt.

SwissSkills 2025

Bauberufe erlebbar machen

Junge Talente fördern und Lehrberufe sichtbar machen – dafür steht die SwissSkills. Die nächste Ausgabe im September in Bern bietet auch dem Baugewerbe eine Bühne: in der Bauberufe-Arena. Neben zahlreichen Attraktionen stehen dort auch der Werkstoff Beton und der Lehrberuf Betonwerker/in im Zentrum.

Die Bauberufe-Arena wurde eigens für die SwissSkills 2025 entwickelt.

Die Vorbereitungen sind im Gang, die Spannung steigt, denn vom 17. bis zum 21. September 2025 stehen in Bern die SwissSkills an. Der Event ist seit Langem landesweit bekannt und dient dazu, verschiedene Berufe und damit verbundene Fähigkeiten über die Branchen hinaus erlebbar zu machen. Ganz besonders richtet sich die Veranstaltung an Jugendliche, die dadurch einen nahbaren Einblick ins duale Bildungssystem und die Karrierechancen in der Schweiz erhalten. Das Ziel besteht darin, die Vorzüge einer Berufslehre auf zugängliche Weise zu präsentieren. Besondere Aufmerksamkeit ziehen jeweils die Berufsmeisterschaften auf sich, an denen die Teilnehmenden ihr Können zeigen. Daran beteiligen sich auch Vertretende aus der Baubranche – dieses Jahr sind es Maurer, Strassenbauer und Steinmetze. Ihre Wettbewerbe finden in der neuen Bauberufe-Arena statt, die vom Schweizerischen Baumeisterverband gemeinsam mit anderen Branchenverbänden – darunter SwissBeton – initiiert wurde.

Ausprobieren und überraschen lassen

Die Bauberufe-Arena in der Halle 18 umfasst mehrere Demo- und Infobereiche, in denen die Besuchenden viel Wissenswertes über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Baugewerbe erfahren. Auch Betonwerker werden vor Ort sein. Zu Demonstrationszwecken stellen sie Handyhalter aus Beton her, die als Give-Away an Interessierte abgegeben werden. Der Skillpark wiederum richtet sich an alle, die gern selbst aktiv sind. Auf zwei Ebenen wird ein Parcours mit vier Posten präsentiert, an denen Tätigkeiten aus verschiedenen Bauberufen ausprobiert werden können. Bei jeder Station lassen sich Punkte sammeln, mit denen die Jugendlichen an einer Verlosung teilnehmen können. Am Freitag, 19. September 2025, findet in der Bauberufe-Arena zudem ein Sonderevent statt. Mehr verraten die Veranstalter im Vorfeld nicht, ausser: In und um die Arena wird’s heiss! Gleichentags steht um 16 Uhr ein grosser Apéro auf dem Programm, zum Austauschen und Vernetzen.

SwissSkills 2025

17. bis 21. September 2025, Bernexpo-Areal 

Weitere Infos zu den SwissSkills gibt es hier.

Weitere Angaben zu den Bauberufen gibt es hier.

Tickets sind hier erhältlich.

Pro Tag ist hier ein Kontingent an Freikarten verfügbar. Der Promocode für den kostenlosen Eintritt lautet SK25NHRYB.

Nützliches Online-Tool

Rechner ermittelt Ökobilanz

Die Auswirkungen von Baumaterialien wie Beton lassen sich mittels Umweltproduktdeklaration (EPD) offenlegen und vergleichen. Ein Ökobilanz-Rechner, der seit Kurzem bei Baustoff Kreislauf Schweiz online verfügbar ist, unterstützt die Fachleute bei diesem Prozess. Dies, indem er ihnen nützliche Anhaltspunkte vermittelt.

Effizient und einfach: Der neue Ökobilanz-Rechner von Baustoff Kreislauf Schweiz.

Das Thema Umweltproduktdeklaration (EPD) bewegt die Baubranche seit einiger Zeit. Angestrebt wird ein standardisiertes Dokument, das die quantifizierten und verifizierten Umweltauswirkungen eines Baustoffs umfassend und über seinen gesamten Lebenszyklus angibt. Dadurch wird es möglich, Produkte mit gleicher Funktion hinsichtlich ihrer ökologischen Performance zu vergleichen – dies im Sinne der Nachhaltigkeit. Nun hat der Verband Baustoff Kreislauf Schweiz online einen Ökobilanz-Rechner aufgeschaltet, der spezifisch auf Betonprodukte angepasst ist. Dieser dient als Orientierungshilfe und kann sowohl mit als auch ohne Registrierung genutzt werden.

Rechner ist von SÜGB verifiziert

Baustoff Kreislauf Schweiz stellt unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für die gängigsten Produkte zur Verfügung. Dies sind solche für die Betonsorten A bis G und P1, P2 und Gesteinskörnungen nach SN EN 206. Fürs Erstellen der Ökobilanzen werden Faktoren wie CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weitere Parameter einbezogen. Der Anbieter hat sein neues Tool durch den Schweizerischen Überwachungsverband für Gesteinsbaustoffe (SÜGB) verifizieren lassen. Nun kann der Rechner die Fachpersonen dabei unterstützen, im Rahmen ihrer Bauprojekte eigene Werte für die EPD zu ermitteln und zu optimieren.

Anhaltspunkte einfach ermitteln

Die Verantwortlichen von Baustoff Kreislauf Schweiz weisen darauf hin, dass die Nutzung des Rechners keine offizielle EPD-Erstellung ersetzt, die mit einer unabhängigen Verifizierung verbunden ist. Doch auf Wunsch können die eingegeben Daten beim SÜGB zur Erstellung einer vollständigen EPD und zur Verifizierung eingereicht werden. Weitere Auskünfte zum Ökobilanz-Rechner gibt es bei der Geschäftsstelle von Baustoff Kreislauf Schweiz unter Telefon 031 326 26 26.

Generalversammlung 2025

Wechsel im Präsidium

Die Generalversammlung 2025 von SwissBeton in Baden war geprägt von personellen Veränderungen. Unter anderem gab Ueli Büchi nach sieben Jahren als Leiter des Fachverbands das Präsidium an seinen Nachfolger Christoph Hofer weiter. Zudem kamen fachliche Inputs in Zusammenhang mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage zur Sprache.

Christoph Hofer (links) übernimmt von Ueli Büchi die Leitung des Fachverbands SwissBeton – dazu gehören natürlich auch Glückwünsche und eine Verdankung.

Anlässlich der Generalversammlung vom 22. Mai 2025 trat der bisherige SwissBeton-Präsident Ueli Büchi zurück. Während seiner siebenjährigen Amtszeit war es ihm gelungen, insbesondere in den Bereichen Bildung und Kommunikation bedeutende Entwicklungen zu erzielen, die dem Verband künftig zugute kommen. Ueli Büchi prägte das Team stets mit grosser Ruhe, mit spürbarer Herzlichkeit und beeindruckender Vorbereitung. Seine gesellige und zuvorkommende Art hat viele Türen geöffnet und Brücken gebaut. Nun möchte sich Ueli Büchi vermehrt dem Reisen und kulturellen Projekten widmen.

Ueli Büchis Nachfolger Christoph Hofer ist diplomierter Baumeister und Bauingenieur. Er engagiert sich ausserdem als Verwaltungsratspräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Wyss AG Betonschächte in Signau. Bereits vor seiner Ernennung zum neuen Präsidenten nahm er im Vorstand von SwissBeton Einsitz. Die Reduktion des ökologischen Fussabdrucks ist ihm genauso ein Anliegen wie die Förderung des Nachwuchses in der Branche und attraktive Marktbedingungen für alle Mitglieder von SwissBeton. Neu im Vorstand ist André Bischof von der Element AG in Tafers.

Auch Verabschiedungen waren Teil der Veranstaltung. Stefan Rüegg trat anlässlich der Mitgliederversammlung aus dem Vorstand aus. Nach rund 20 Jahren beendete auch Fritz Lustenberger seine Tätigkeit in den Fachgruppen Bildung und B&Q. Er hat in dieser langen Zeit einen grossen Effort für die Berufslehre Betonwerker/in EFZ geleistet.

Aktuelles auf allen Ebenen

Neben Personellem gehörten fachliche Inputs zur Veranstaltung. Die aktuellen Stände des Projekts EPD und der Branchen-Roadmap zur Dekarbonisierung standen im Zentrum. Die Fachgruppen präsentierten zudem Neues aus ihren Bereichen. Zusätzlich ist eine neue Fachgruppe, bestehend aus Fachspezialisten im Bereich Sichtbeton, in Planung. Das drei- bis vierköpfige Team soll künftig beim CEMSUISSE-Merkblatt über Sichtbeton mitarbeiten und die Interessen der SwissBeton in diesem Umfeld vertreten.

Auch die wirtschaftliche Lage prägte das Geschehen an der Versammlung. Denn die  Betonprodukteindustrie spürt die aktuellen konjunkturellen Unsicherheiten, welche die momentane Situation mit sich bringt. So gingen die Ausstösse der Branche im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Hälfte des laufenden Jahres etwas zurück. Dieser Rückgang wird sich, wie der Verband SwissBeton mitteilt, gemäss den aktuellen Prognosen im zweiten Halbjahr 2025 fortsetzen.

Ausblick auf Ausbildung

Ein weiterer Programmpunkt war die Bildung. Im Rahmen der 5-Jahres-Überprüfung zur Grundbildung Betonwerker/in ist eine spezifische Schulung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner in Planung. Eine betriebsübergreifende Ausbildung wird im Rahmen der Schulung thematisiert. Hingewiesen wurde auch auf die Teilnahme an den Berufsmeisterschaften Swiss Skills im kommenden September in Bern. Der Verband SwissBeton spannt hierfür mit dem Schweizerischen Baumeisterverband zusammen. Vorgesehen sind ein gemeinsamer Auftritt in der Bauberufe-Arena und eine Demofläche mit Parcours, um die Lehre als Betonwerker/in und verwandte Tätigkeiten einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren.

3D-Druck

Der Weisse Turm ist eröffnet

Nun steht er in voller Pracht da – der Weisse Turm von Mulegns, oder auch «Tor Alva». Nach der Enthüllung wurde der rund 30 Meter hohe, weiss schimmernde Turm am 20. Mai 2025 feierlich eingeweiht. Die Arbeiten für den höchsten 3D-gedruckten Bau der Welt dauerten rund fünf Jahre.

Der Weisse Turm oder auch «Tor Alva» steht im Bündnerischen Dorf Mulegns. Er ist mit 30 Metern Höhe der weltweit höchste Betonbau aus dem 3D-Drucker.

Mit dem «Tor Alva» erhält das Bergdorf Mulegns an der Julierpassroute ein neues architektonisches Wahrzeichen und einen Pionierbau der digitalen Fabrikation. Die Kulturstiftung Nova Fundaziun Origen hat das Projekt als Bauherrin in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich sowie mehreren Bauunternehmen realisiert. Die Einweihung erfolgte durch Bundesrat Guy Parmelin, ETH-Präsident Joël Mesot, Bündner Standespräsidentin Silvia Hofmann und Bündner Regierungsrat Jon Domenic Parolini. An der Feier nahmen auch viele Fachpersonen aus der Baubranche teil.

Bauwerk mit Symbolkraft

Der Weisse Turm von Mulegns birgt einen Kuppelsaal über den Dächern des Dorfes in dem Kunstinstallationen sowie kulturelle Veranstaltungen geplant sind. Äusserlich erinnert der Turm an die Emigrationsgeschichte der Bündner Zuckerbäcker, die einst ganz Europa bereisten und von denen viele in der Region beheimatet waren.

Aufgrund der Komplexität des Projekts kam es während des Baus immer wieder zu Verzögerungen. Inklusive Vorbereitung, Herstellung und Montage dauerten die Arbeiten fünf Jahre. Auch musste der eigentliche 3D-Druckprozess, der ursprünglich vor Ort hätte stattfinden sollen, in die Hallen der ETH verlegt werden. Die einzelnen Betonfertigteile wurden schliesslich per Lkw in das Bündner Bergdorf gebracht.

Ab- und Wiederaufbau möglich

Der «Tor Alva» ist für die Demontage und den Wiederaufbau konzipiert. Die Bauteile sind modular gefertigt, trocken verbunden und vorgespannt. So kann der Weisse Turm – im Sinne des zirkulären Bauens – an einem anderen Ort wieder errichtet werden. Ergänzend kamen für die horizontalen Elemente 3D-gedruckte Schalungen zum Einsatz.

Mit dem Weissen Turms wollen die Projektverantwortlichen unter anderem aufzeigen, wie ein kostengünstiges, flexibles und nachhaltiges Bauen in Zukunft aussehen könnte.

Der Weisse Turm in Zahlen

Struktur:
Vier Geschosse bestehend aus je 8 Doppel- und Vierfachsäulen (32), doppelte Kuppel aus 8 Dreifach- und 8 Einfachsäulen (16), total 48 tragende Säulen mit voll integrierter Bewehrung

3D-Druck:
Rund 2500 Betonschichten à 8 mm Höhe und 25 mm Tiefe, Gesamtdruckzeit: ungefähr 500 Stunden

Elemente:
232 3D-gedruckte Betonelemente, ergänzt durch 104 Betonfertigelemente mit gedruckter Schalung

Dimensionen:
Gesamthöhe 30 Meter (inklusive Sockel), Durchmesser 7 bis 9 Meter

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